Castel, Violetto oder Terom - so herrlich klingen die Namen verschiedener Artischocken-Sorten. Jetzt hat das raffinierte Gemüse Saison und erfreut die Gaumen vieler Feinschmecker. Bei den Südländern steht die Artischocke fest auf dem Speiseplan, hierzulande ist sie noch auf dem Vormarsch. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie beim Kauf und bei der Zubereitung achten sollten.
Sonnenliebhaber
Obwohl sie das ganze Jahr über erhältlich ist, schmeckt die Artischocke von Juni bis November am besten. Teile der Knospe der Artischocken-Pflanze, nämlich die unteren Blätter und der Blütenboden, können in vielen Variationen verzehrt werden. Die Knospen werden geerntet, wenn sie noch geschlossen sind und die äußeren Blätter nur leicht abstehen.
Darauf sollte man achten
Beim Kauf einer Artischocke sollte sich diese prall und fest anfühlen und keine braunen oder trockenen Stellen haben. Auch der Stiel darf nicht vertrocknet sein, da er die Knospe mit Wasser versorgt. Je länger also der Stiel ist, umso länger hält sich die Artischocke im Kühlschrank. Am besten bereiten Sie die Artischocke noch am Tag des Kaufs zu. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält sie sich jedoch auch für wenige Tage im Gemüsefach Ihres Kühlschranks.
So schmeckt's am besten
Viele greifen beim Einkauf nicht zur Artischocke, weil sie nicht wissen, wie man sie zubereitet. So geht's: Zunächst werden die Artischocken im Ganzen kalt abgespült. Um die harten Fasern vom Boden zu lösen, wird anschließend der Stiel abgebrochen, am besten über einer Tischkante. Danach die äußeren Blätter und die Spitze abschneiden. Um sich beim Essen Arbeit zu ersparen, können Sie bereits bei der Zubereitung die inneren Blätter aufbiegen und das innen liegende, ungenießbare Heu entfernen. Verfärbungen vermeiden Sie am besten, indem Sie die Schnittstellen mit Zitronensaft benetzen. Die Artischocke wird nun circa 30 bis 45 Minuten in gesalzenem Wasser, das zuvor mit Zitronensaft versehen wurde, gekocht.
Übrigens: Junge Artischocken kann man komplett essen, da sie kaum Heu enthalten.
Macht Lust auf mehr
Frische Artischocken sind kaum zu vergleichen mit den eingelegten Böden aus dem Glas. Sie schmecken feinherb bis zartbitter und werden zum Beispiel mit Kräutern gefüllt oder im Ganzen als Vorspeise serviert. Die Blätter eignen sich ideal zum Dippen in verschiedenen Saucen. Das Beste kommt bei der Artischocke zum Schluss: das zarte Herz.
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Übrigens: Artischocken regen den Appetit an und sind deshalb als Vorspeise sehr gut geeignet.